Mit Abstand betrachtet ...

... erscheint mir die Wüstenreise jetzt nach 1,5 Jahren immer noch genauso faszinierend, bewegend und bedeutend wie gleich nach meiner Rückkehr. Obwohl ich inzwischen weitere wunderschöne Reisen unternommen und andere beeindruckende Landschaften gesehen habe, wird die Sinaireise doch immer etwas besonderes bleiben – und ganz, ganz sicher werde ich dorthin zurückkehren, Inshallah ... ان شاء الله

Wenn ich den Statistiken von blogger.com vertrauen darf, haben im letzten Jahr einige hundert Personen diesen Blog gelesen ... nicht ein einziger Leser hat einen Kommentar hinterlassen ... warum?

Schade eigentlich, es wäre schön zu hören, was andere Wüstenreisende (oder solche, die es werden wollen) zu sagen, fragen, ergänzen, anzumerken hätten ... ihre Erfahrungen vielleicht teilen würden.

Falls Ihr diesen Eintrag also lest, bitte nur keine falsche Scham ... ich freue mich wirklich über jeden Kommentar/Kritik/Gruß von Euch ...

Viel Spaß beim Lesen ... und danke für Eure Zeit ...

Lilli

(Oktober 2008)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Lilli,
Ich bin gerade erst auf deinen Blogg gestoßen.
Ich kenne dich zwar nicht aber ich habe mit Freude gelesen was du tolles mit den Beduinen erlebt hast und ich musste an einigen Stellen wirklich lachen. Zum Beispiel der Humor von Farag bezüglich der Zecken und Kamele kommt mir doch sehr bekannt vor :-)
Ich war selber diesen Sommer auf dem Sinai in der Nähe von Nuweiba und habe wunderbare Menschen dort kennengelernt!
Ich habe wirklich gerade deinen ganzen Bolgg durchgelesen weil ich so großen "Heimweh" nach dem Sinai und den Menschen dort habe. Das beste sind wirklich die Nächte in der Wüste oder am Strand unter dem tollsten Sternenzelt der Welt!!
Wirklich ein schöner Blogg und ich glaube ich muss mir jetzt erstmal einen zuckersüßen Beduinentee kochen und mich darauf freuen dass ich bald wieder hinfahre.
Liebe Grüße,
Habibi ;-)

simply...lilli! hat gesagt…

Hallo und danke für deine Mitteilung! Es freut mich, dass Dir der Blog so gut gefallen hat ... und mir vorzustellen, dass Du noch diesen Sommer dort warst — da bekomme ich auch gleich wieder "Heimweh"! Beduinentee ist eine tolle Idee, oder in meinem Fall: Karkade, der Hibiskustee den die Beduinen auch immer dabei haben ... und dann: Träumen!!!! ;-)

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Lilli,

ich interessiere mich für eine Reise in die Wüste und bin dadurch auf deine Seiten gekommen. Sie sind ganz wunderbar zu lesen und Du hast mich entführt in eine Welt nach der ich mich gesehnt habe ohne davor davon zu wissen.... du schreibst, niemand gibt einen Kommentar ab, das war mir auch aufgefallen. Aber ich glaube die Menschen sind so eingetaucht in die Beschreibung Deiner wunderbaren Reise, dass ihnen anschliessend einfach die Worte fehlten....
Liebe Grüsse,
Christine.

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Lilli,
ich bin erst jetzt auf deinen Eintrag gestossen und habe mit grosser Begeisterung von meiner "zweiten Heimat" gelesen;-)
Ich habe mich vor fast 5 Jahren in den Sinai, in Dahab und in meinen jetzigen Mann verliebt und liebe es und ihn immer noch!
Wir betreiben in Dahab ein kleines Hotel - wenn du also wieder einmal Lust hast....
Herzliche Grüße
Susanne/SHAMS Hotel

Anonym hat gesagt…

Hallo Lilli,

ich werde im November 2010 eine Wüstenreise unternehmen und bin bei der Suche nach Erfahrungsberichten auf deinen Blog gestoßen. Was soll ich sagen ... beim Lesen wusste ich nicht, ob ich abwechselnd lachen oder weinen sollte, so witzig und mitreissend, aber auch berührend ist dein Blog geschrieben. Ich hatte das Gefühl, ein bisschen dort zu sein.
Dein Bericht hat mir auch ein lebhaftes Bild gegeben, was mich an Erlebnissen und Eindrücken erwarten kann (die Kamelzecken waren mir neu! *Anti-Insekten-Spray auf die Einkaufsliste setz* ;)) Ich freue mich nun sogar noch mehr auf die Reise!
Danke dafür!
Alles Liebe, Barbara

simply...lilli! hat gesagt…

Danke, Barbara - es ist schön, dass sich so viele Menschen die Zeit nehmen, diesen Blog zu lesen und es freut mich sehr, wenn das Geschriebene gefällt und anderen einen kleinen Einblick darin gewährt, wie ich die Wüste empfunden habe. Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Reise im November, genieße die Zeit! LG, Lilli

Martina hat gesagt…

Liebe Lilli

Ich bin gestern auf deinen Blog gestossen. Ich hatte bei Google "Wüstenkoller" eingegeben, und da war dein Blog eines der ersten Suchergebnisse :-). Und dann begann ich alle Einträge zu lesen, konnte nicht mehr aufhören und nutzte jede kleine Arbeitspause, um zu lesen.
Dein Blog hat mich sehr berührt, du als Mensch wurdest sehr spürbar.
Vielleicht fragst du dich, wieso ich "Wüstenkoller" eingetippt hatte. Nun, in sechs Wochen beginnt meine erste Reise in die Wüste, und zwar in die marokkanische Sahara. Die Sehnsucht nach der Wüste besteht bei mir schon lange, doch nun, wo meine erste Reise ansteht, kamen plötzlich auch Ängst auf, vor der Weite, vor der Stille, vor der Einsamkeit, vor der Konfrontation mit mir selber. Deine Erlebnisse haben mir enorm geholfen, die Sehnsucht ist nun nicht mehr von Ängsten belastet. Danke dir!
Alles Gute, Martina

simply...lilli! hat gesagt…

Liebe Martina,
vielen Dank für deine Worte! Ich freue mich immer wieder, zu hören, dass mein Blog tatsächlich die Menschen erreicht, für die ich ihn geschrieben habe... diejenigen, die auch diese unerklärliche Sehnsucht nach der Wüste in sich verspüren... gepaart mit den Ängsten, die wohl jeder vor so einer ersten Reise hat. Sicher wirst auch du eventuelle Rest-Ängste gemeinsam mit dem "Seelengepäck" in der Wüste zurücklassen. Ich wünsche dir von Herzen eine wunderschöne und intensive Zeit in der Sahara! Liebe Grüße, Lilli

petra hat gesagt…

ich bin soeben zufällig auf deinen Blog gestoßen und wirklich eingetaucht. Ich war im vorigen Jahr im November auch auf dem Sinai 10tage mit Kamelen und einer Gruppe unterwegs uns vieles was du beschreibst und was du empfunden hast kommt mir soo vertraut vor. Es fühlt sich so an wie eine Verbundenheit oder Zugehörigkteit zu einer
"familie".
Vielen Dank für deine Worte und die Bilder und alles liebe und gute für dich.
Grüße von Petra

Anonym hat gesagt…

Hallo Lilli, ich interessiere mich auch für eine Wüstentour und bin dabei auf deinen Blog gestoßen. Sehr schön geschrieben, macht Lust auf mehr! Ich denke über eine 8- tägige Meditationsfahrt mit "Deinen" Reiseveranstaltern. Nur frage ich mich, ob das nicht viel zu kurz ist, um überhaupt anzukommen? Ausserdem habe ich überhaupt keine Idee, wie stark einen die Temperaturen tags und nachts beeinflussen. Vertrage Hitze nicht soo gut und nachts zu frieren lockt mich ebenfalls wenig. Sollte so jemand fimschiges wie ich also überhaupt in die Wüste fahren? Danke für deine subjektive Einschätzung! Liebe Grüße, Merit

simply...lilli! hat gesagt…

Hallo Merit,

schön, dass Dir mein Blog gefällt.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die achttägige Reise damals auch zu kurz erschien und ich deswegen den längeren Aufenthalt gebucht habe. Inzwischen habe ich mehrfach mit Leuten gesprochen, die nur die eine Woche dort waren und als erste Wüstenreise würden die meisten das selber nicht empfehlen, denn es fallen ja auch noch einmal die Tage der An- und Abreise und die Zeiten im Camp weg, so dass man effektiv nicht einmal eine volle Woche hat. Bei einigen dieser kürzeren Aufenthalte ist man dann auch konstant an einem Ort, anstatt in der Wüste "umherzuziehen". Auch das kann sicher sehr schön sein, besonders um zu meditieren, aber es ist schon etwas anderes. Ich persönlich habe gut vier Tage gebraucht, um überhaupt "anzukommen", zur Ruhe zu finden, etc. Aber das ist wohl bei jedem anders. Sicher werden Hans und Maria diese kürzeren Reisen anders angehen und gestalten, so dass es sich vielleicht nicht wirklich vergleichen lässt, dennoch denke ich, dass man von einem längeren Aufenthalt wesentlich mehr "mitnimmt".

Was das Klima betrifft... da habe ich bei meinem ersten und bei meinem zweiten Aufenthalt im Sinai ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. 2007 war ich früher da, Ende März bis Anfang April, und es herrschte das typische trockene Wüstenklima. Das heißt, die Luft ist so trocken, dass du die Hitze nicht wirklich spürst, es kommt dir nicht heißer vor als an einem normalen Sommertag bei uns, eher angenehmer. Deshalb muss man sich ja gerade so gut schützen, weil man verbrennt oder auch einen "Sonnenstich" bekommt, bevor man es überhaupt merkt. Das gleiche gilt für die trockenen Nächte. Sie kommen einem nicht kalt vor. Es war kuschelig und angenehm im Schlafsack, nach einigen Tagen habe ich den für -5° bis 10° ausgelegten Schlafsack gegen einen dünneren getauscht.

Ganz anders sah es 2010 aus. Zum einen war ich knapp 3 Wochen später da, Ende April, und die Hitze war wesentlich unangenehmer, die Laufzeiten am Tage verkürzten sich dadurch extrem. Außerdem hatte es im Sinai gerade erst eine extreme Regenzeit gegeben, die heftigste wohl seit 50 Jahren oder so, was heißt, es gab sehr viel Feuchtigkeit. Optisch war das ganz toll, die Wüste blühte und grünte in den tollsten Farben. Allerdings war die Hitze dieses Mal schwül und drückend, das Atmen fiel schwer, das Laufen war sehr viel anstrengender als 2007 und die Nächte im Daunenschlafsack waren viel zu warm. Auch den Daunen gefiel die Feuchtigkeit überhaupt nicht und der Schlafsack roch bereits nach einigen Tagen muffig und fühlte sich stets klamm an.
Wie gesagt, das war wohl ein absolutes Ausnahmejahr, dennoch würde ich Dir raten eher früher als später zu reisen, Anfang März bis Mitte März, wenn Du Hitze wirklich nicht gut verträgst.

"Fimschig" macht gar nix... das denkt fast jeder von sich, bevor er in die Wüste fährt. Und dann wird's gar nicht so schlimm. Nachts frieren wirst du sicher nicht, nimm halt einen guten Schlafsack und zur Sicherheit noch eine gute dünnere Fleece-Decke mit, dann bist Du auf der sicheren Seite! Die meisten deiner Ängste werden Hans und Maria sicher zerstreuen können, die beiden sind ganz toll und Du kannst Ihnen voll vertrauen!

Wünsche Dir alles Gute!